Vektorräume

< V, +, K > heißt Vektorraum über K, wenn < V, +> eine abelsche Gruppe und K ein Körper ist, sowie eine Abbildung von K × V definiert ist, die die folgenden Vektorraumaxiome für alle x,y in K und {a},{b}in V erfüllt:

  1. x * ({a}+ {b}) = x * {a}+ x * {b}
  2. (x+y) * {a}= x * {a}+ y * {a}
  3. (x * y) * {a}= x * (y * {a})
  4. 1 * {a}= {a}

Es gelten folgende Gesetze für alle x in K und alle {a}in V:

  1. 0 * {a}= {0}
  2. x * {0}= {0}
  3. (-x) * {a}= - (x * {a}) = x * (-{a})
  4. x * {a}= {0} \Ri......x=0 .OR. }{a}={0}

Eine nichtleere Teilmenge U eines Vektorraumes V, die selbst wieder ein Vektorraum über demselben Körper K (mit derselben Addition und Skalarmultiplikation) ist, nennt man Unterraum von V (in Zeichen: U<= V).

Es gibt folgende (äquivalente) Unterraumkriterien:

  1. forall {a},{b}in ...... .AND. }x * {a}in U
  2. forall {a},{b}in ......mathbf{a}+ x * {b}in U

Ist T eine Teilmenge von V, so nennt man

[T]:= \bigcap { ......nsuremath{T\subseteq U}

den von T erzeugten Unterraum.

Jede nichtleere Teilmenge T von V mit [T]=V nennt man Erzeugendensystem.

Ist { U_i| i in I } ein System von Unterräumen von V, so nennt man

sum_{i in I} U_i:= [ \bigcup_{i in I} U_i]

die Summe der Unterräume U_i.

Gilt zusätzlich für alle j in I

( sum_{i in I \ {j} {...... \cap U_j= {0}}

so spricht man von einer direkten Summe.

Die Vektoren {a}_1,{a}_2,...,{a}_nin V heißen linear unabhängig, wenn eine der folgenden (äquivalenten) Eigenschaften gilt:

  1. forall x_1,...,x_n in K: sum_{i=1}^{k......uremath{0} ==> }x_1 = ... = x_n = 0
  2. forall i in {1,...,n}: forall y_j in K (j \neq i)......q sum_{j \neq i}y_j * {a}_j
  3. forall i in {1,...,n}: {a}_i\notin L( { {a}_j| j \neq i } )

Eine Teilmenge B von V heißt Basis des Vektorraumes V, wenn eine der folgenden (äquivalenten) Eigenschaften erfüllt ist:

  1. B ist ein linear unabhängiges Erzeugendensystem.
  2. B ist eine maximale linear unabhängige Teilmenge von V.
  3. B ist ein minimales Erzeugendensystem.
  4. Jeder Vektor aus V besitzt eine eindeutige Darstellung als Linearkombination von Vektoren aus B.

Das Austauschlemma von Steinitz besagt, dass, wenn B= {b}_1,...,{b}_n} eine Basis von V ist, und {a}in V dargestellt werden kann als {a}= sum_{j=1}^nx_j * {b}_j (x_i \neq 0), auch (B\ {b}_i}) \cup {a}} eine Basis ist.

Auf diesem Lemma beruht der Austauschsatz von Steinitz, der lautet: Sei B eine endliche Basis von V, A eine linear unabhängige Teilmenge von V. Dann ist A endlich und es existiert eine Teilmenge T von B, die zu A gleichmächtig ist, und für die gilt: B' = (B\ T) \cup A ist Basis von V.

Die Dimension dim V eines Vektorraumes V ist definiert als die Mächtigkeit einer seiner Basen B. Diese Definition ist sinnvoll, da je zwei Basen eines Vektorraumes gleichmächtig sind.

Es gilt:

  1. U_1<= U_2 ==> }dim U_1<= dim U_2
  2. dim (U_1+ U_2) = dim \ensurem......hbfU_2- dim (U_1\cap U_2)     (Dimensionsformel)

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