Vektorräume mit Skalarprodukt

Sei iota: V× V–> K eine nicht ausgeartete, omega}-symmetrische oder alternierende Sesquilinearform. Dann heißt iota ein Skalarprodukt. Ist iota omega}-symmetrisch, so nennt man V einen omega}-symmetrischen Vektorraum. Ist iota alternierend, so liegt ein symplektischer Vektorraum vor.

Man nennt {a} \begin{picture}(2,2) \put(1,1){\makebox(0,0){\circle*1\end{picture} {a}in K das Längenquadrat des Vektors {a}. Ist {a} \begin{picture}(2,2) \put(1,1){\makebox(0,0){\circle*1\end{picture} {a}= 1, so nennt man {a} normiert; ist {a} \begin{picture}(2,2) \put(1,1){\makebox(0,0){\circle*1\end{picture} {a}= 0 ( {a}<> {0}), so nennt man {a} isotrop. In einem anisotropen Unterraum U\subseteq V gibt es keine isotropen Vektoren.

Ein symmetrischer Vektorraum über R bzw. C heißt pseudoeuklidisch. Einen reellen Vektorraum mit einem positiv definiten symmetrischen Skalarprodukt nennt man euklidisch, einen komplexen Vektorraum mit einem positiv definiten hermiteschen Skalarprodukt unitär. Ein euklidischer oder unitärer Vektorraum wird auch Prähilbertraum genannt.

In einem euklidischen oder unitären Vektorraum kann man die Länge definieren als

\Vert{a}\Vert}:= \sqrt{\......\circle*1\end{picture} {a} >= 0

Ebendort gilt die Cauchy-Schwarz-Buniakowski-Ungleichung:

| {a} \begin{picture}(2,2) \put......h{a},{b}} {l.a.}

Weiters gilt forall {a},{b}in V und forall x in K:

\Vert{a}+\math......{\boldmath Streckungseigenschaft}index{Streckungseigenschaft})}



Aufgrund der Cauchy-Schwarz-Buniakowski-Ungleichung gilt

-1 <= \frac{a} \begin{picture}(2,......* \Vert{b}\Vert} <= 1

und man kann daher das Winkelmaß zweier Vektoren wie folgt definieren:

\angle({a},{b}......\Vert}* \Vert{b}\Vert}

Wird V mit Hilfe einer Determinantenform \triangle orientiert, so ist das orientierte Winkelmaß

\vec{\angle}({a},......suremath{b}) & {sonst}\end{array} .

Schließlich führt man für eine Abbildung \Vert.\Vert}: V–> R mit

  1. {a}in V: \Vert\......remath ==> {a}={0}
  2. \Vert{a}+{b}\Vert}<=......uremath{a},{b}in V
  3. \Vert x*{a}\Vert}= | x| * \e......nsuremath{b}in V, forall x in K
den Begriff Norm ein. Die Längenfunktion ist eine solche Norm.





Ein Unterraum U\subseteq V heißt isotrop, falls U\cap {U^{\perp}<> Ø, und vollisotrop, falls U\subseteq {U^{\perp}. Für einen vollisotropen Unterraum U gilt: dim U<= [ \fracn2 ].
Wenn gilt V= U\oplus {U^{\perp}, so nennt man {U^{\perp} das orthogonale Komplement von U.

Ein Vektor {a}in V heißt Gradient der Linearform {a}^{*} in V^{*}, falls gilt:

{x} \begin{picture}(2,2) \put(1,1){......all {x}in V

Ein Gradient existiert genau dann, wenn {a}^{*} in d_{iota(V).

Eine Basis C=({c}_j| j in I) ist die zu B= ({b}_j| j in I) reziproke Basis, wenn gilt: {b}_i \begin{picture}(2,2) \put(1,1){\makebox(0,0){\circ......d{picture} {c}_j= delta_{ij} forall i,j in I.
Es existiert höchstens eine solche Basis, und zwar genau dann, wenn ({b}_j^{*})_{j in I} nummerierte Basis von d_{iota(V) \subseteq V^{*} ist. Man bezeichnet sie üblicherweise mit \widehat{B = (\widehat{b}_j)_{j in I}.
Es ist dann \widehat{b}_j ein Gradientenvektor von {b}_j^{*}.

Die Koordinaten von {x} bezüglich B bezeichnet man auch als kontravariante Koordinaten bezüglich B, die Koordinaten bezüglich \widehat{B als kovariante Koordinaten bezüglich B.

Hat {a}in V\ {0}} die Koordinaten \Phi_{\widehat{B({a}) = ......{array}{ccc} \widehat{a}_1 & *s & \widehat{a}_n \end{array} )^T, so ist die Gleichung von {a}^{\perp} (bezüglich B!):

x_1 * omega}(\widehat{a}_1) + ... + x_n * omega}(\widehat{a}_n) = 0





In einem omega}-symmetrischen Vektorraum bezeichnet man eine Teilmenge S\subseteq V als

Eine Basis B nennt man dann auch

Jedes Orthogonalsystem von (V,iota) ist linear unabhängig.

In einem omega}-symmetrischen anisotropen Vektorraum mit einer höchstens abzählbaren Basis kann jedes endliche Orthogonalsystem zu einer Orthogonalbasis erweitert werden.

In einem ebensolchen Vektorraum liefert das Orthogonalisierungsverfahren von E. Schmidt aus einer Basis B=({b}_i)_{i in I} eine Orthogonalbasis ({a}_i)_{i in I} mit [{b}_1, ..., {b}_k]=[\ensurema......mathbf{a}_1, ..., {a}_k] forall k in I durch die Festsetzung

{a}_1& := & {b}_1......} {a}_j * {a}_j


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