Zuerst betrachtet man homogene lineare Differentialgleichungssysteme
Hat
konjugiert komplexe Eigenwerte
und
, so umrundet jede Trajektorie den einzigen stationären Punkt
, und zwar in folgendem Sinn:
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| abstoßender Strudelpunkt | anziehender Strudelpunkt | Zentrum |
Sind die Eigenwerte von
beide reell, so strebt der Polarwinkel jeder Lösung des Systems für
gegen einen endlichen Grenzwert. Diese Grenzwerte werden charakteristische Richtungen des Systems genannt. Es stellt sich heraus, dass der zum größeren Eigenwert gehörige Eigenvektor die charakteristische Richtung für
beschreibt (in den folgenden Skizzen immer blau dargestellt), während der zum kleineren Eigenwert gehörige Eigenvektor die charakteristische Richtung für
angibt (in den folgenden Skizzen immer rot dargestellt).
Sind die beiden Eigenwerte
und
verschieden, so gibt es folgende Fälle:
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| abstoßender Knoten | Sattelpunkt |
Tritt ein doppelter Eigenwert auf, so liegt entweder ein Sternknoten vor, d.h. die Trajektorien sind genau die Halbgeraden durch den Ursprung (das ist dann der Fall, wenn der Eigenraum zweidimensional ist), oder man erhält einen Knoten, bei dem es nur eine charakteristische Richtung gibt. Je nach dem Vorzeichen des Eigenwertes spricht man wieder von einem abstoßenden oder einem anziehenden (Stern-)Knoten.
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| abstoßender Sternknoten | abstoßender Knoten |
Ist ein Eigenwert 0, so sind alle Punkte auf der durch den zu 0 gehörigen Eigenvektor aufgespannten Geraden
durch den Ursprung singuläre Punkte. Die übrigen Trajektorien sind entweder die Halbgeraden, deren Richtung durch den Eigenvektor zum anderen Eigenwert beschrieben ist (wenn ein zweiter, von 0 verschiedener Eigenwert
vorliegt), und die von einem singulären Punkt ausgehen (zu diesem hin orientiert, falls
, ansonsten von ihm weg orientiert), oder die zu
parallelen Geraden (falls 0 doppelter Eigenwert ist).
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Eigenwerte 0 und |
doppelter Eigenwert 0 |
Hat man das System
mit der Gleichgewichtslage
gegeben, und ist
regulär, so gilt, dass das Phasenportrait des ursprünglichen Systems "ähnlich" jenem des linearisierten Systems ist, d.h. präziser ausgedrückt:
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