Mathematik

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Im Zeitraum von Oktober 1999 bis Juni 2005 habe ich "Technische Mathematik" an der Technischen Universität in Wien studiert. Mein Interesse an der Mathematik war schon immer groß, und bestärkt durch die Erfolge bei der Mathematikolympiade war die Studienwahl eigentlich vorgegeben.

Grundsätzlich war das Studium der Technischen Mathematik zum Zeitpunkt meines Studienbeginns in vier verschiedene Studienzweige unterteilt. Mittlerweile hat sich der Studienplan jedoch zwei Mal geändert, sodass die nachfolgenden Schilderungen mehr historischen Charakter haben:

  1. Mathematik in den Naturwissenschaften
  2. Wirtschaftsmathematik
  3. Mathematische Computerwissenschaften
  4. Finanz- und Versicherungsmathematik (bzw. vormals: Versicherungsmathematik)

Ich habe mich für den Studienzweig "Mathematische Computerwissenschaften" entschieden, bei dem es – im Gegensatz zum Informatikstudium – nicht so sehr um das Programmieren oder detailliertes EDV-Wissen, sondern vielmehr um die Konstruktion und Analyse von Algorithmen, die in bestimmten Programmen zur Anwendung kommen, oder auch um mathematische Modellierung und Simulation geht.

Im ersten Abschnitt (erstes bis viertes Semester nach dem alten Studienplan) gibt es jedoch noch recht wenige Studienzweig-spezifische Lehrveranstaltungen – größtenteils werden die Grundlagen in den Bereichen Analysis (Folgen und Reihen, Differential- und Integralrechnung, Differentialgleichungen) und (lineare) Algebra (Vektor- und Matrizenrechnung) erarbeitet.

Im zweiten Studienabschnitt (laut altem Studienplan vom fünften bis zum zehnten Semester) gibt es dann eine größere Differenzierung, und der einzelne Student hat mehr Wahlmöglichkeiten, worauf er sein Hauptaugenmerk legen möchte. So sind zum Beispiel 26 Semesterwochenstunden an sogenannten gebundenen Wahlfächern zu belegen, die – je nach Studienzweig – aus bestimmtem Fächerkatalogen zu wählen sind. Mich hat hier besonders die mathematische Modellbildung und Simulation und der Bereich der angewandten Mathematik interessiert. Dementsprechend habe ich den Großteil meiner Wahlfächer aus diesem Bereich gewählt. Außerdem habe ich auch meine Diplomarbeit in diesem Gebiet geschrieben, und zwar bei der PROFACTOR GmbH in Steyr. Es ging dabei um die Reihenfolgeoptimierung in der Warenproduktion, sowie um den Vergleich diverser Simulations-Tools für ebendiesen Zweck.

Es gibt natürlich auch für Studenten der Technischen Mathematik die Möglichkeit, ein oder mehrere Semester im Ausland zu verbringen. Es ist beispielsweise möglich, das fünfte bis achte in Frankreich am Ecole Centrale Paris zu studieren, und so ein Doppeldiplom zu erwerben. Darüber hinaus gibt es unzählige Universitäten in ganz Europa, die mit der TU Wien im Rahmen des ERASMUS-Programms zusammenarbeiten. Schließlich gibt es einige Joint-Study-Programme mit Universitäten in Japan, Russland, den USA und Südamerika. So habe ich beispielsweise im siebenten Semester (d.h. im Herbst 2003) ein Auslandssemester am City College of New York (CCNY) verbracht.

Für genauere Informationen über das Studium der Technischen Mathematik (speziell über die anderen Studienzweige und den aktuell gültigen Studienplan) empfehle ich die Informationsseite der Fachschaft Technische Mathematik.

Während meines Studiums habe ich als Vorbereitung für Prüfungen oft kurze Essays geschrieben, wo ich die wichtigsten Definitionen und Sätze aus der jeweiligen Vorlesung zusammengefasst habe. Einige davon kann ich mittlerweile zum Download (und oft auch als HTML-Version) anbieten, um einen kleinen Einblick in die Lehrinhalte mancher von mir besuchten Vorlesungen zu bieten.